Mit schlechten Vorsetzen in die Zukunft

Es gibt immer einen einfachen und einen richtigen Weg. (Zitat: Albus Dumbledore)

Dieser Einführungssatz kann natürlich auf all mögliche Themen hinausgehen, über die mehr gesprochen werden sollte. Die aus Bequemlichkeit und aus Angst zur Konfrontation jedoch oft vermieden werden. Das ist dann wie bei der Mülltrennung. Jeder weiß, dass es gut ist aber neben den hunderten von Problemen, die einem täglich im Leben begegnen, hat man am Ende des Tages keine Lust mehr darüber nachzudenken, was in welchen Eimer was kommt. Falls denn schon mehrere vorhanden sind.

Ausreden zu finden erfinden, die das Gewissen besänftigen sind immer schnell gefunden. Woher weiß ich, dass mein getrennter Müll nach der Abfuhr nicht wieder zusammengeworfen wird? Ich hab das mal gehört aber keine Zeit gehabt die Quelle zu recherchieren. So lange ich mir einrede noch keine Zeit gehabt zu haben etwas zu hinterfragen, hab ich auch kein schlechtes Gewissen wenn alles so handhabe wie bisher.

Unter diesem mangelnden Interesse leiden viele gemeinnützige Organisationen. Die Probleme sind meist bekannt aber kaum einer möchte selbst etwas an sich und seinem tun ändern. Die anderen sollen es zuerst tun. Vielleicht mache ich es, wenn es zum Zwang wird.

Vielleicht sollte ich als Vergleich ein heikleres Thema ansprechen, mit dem ich oft Konfrontiert werde. Essen. Genauer gesagt Fleischlos essen. Mittlerweile bin ich seit 5 Jahren Vegetarier. Als ich nach Berlin zog, musste selber für mich kochen und einkaufen, da war mir Fleisch einfach zu teuer. Nachdem ich einen Artikel über den Wasserverbrauch der Fleischindustrie laß, war mir klar, dass ich etwas verändern musste.

Ich will nicht lügen, die ersten 4 Monate waren schrecklich. Ich wollte ja nicht darauf verzichten, weil es mir nicht schmeckte. Beim Einkaufen bemerkte ich, wo eigentlich überall Fleisch drin ist. Zuerst kam es mir vor, als könnte ich nichts mehr kaufen. Ich denke das jeder, der oft in dem gleichen Supermarkt einkaufen geht, irgendwann seine festen Etappen zu seinen Lieblingsregalen hat. So war es auch bei mir und als ich das Fleisch weg lies, kam ich ganz schön ins stolpern und wusste im Supermarkt erst einmal nicht wirklich was ich da nun wollte.

Nachdem ich mich noch ein bisschen mehr damit beschäftigt hatte, wurde es immer einfacher und das miese Gefühl geliebte Gerichte nicht mehr Essen zu können wich einem anderen, Glück. Der Verzicht und das erfolgreiche Einhalten des vorgenommenen machten mich verdammt glücklich. Es macht einen stärker und stolz. So geht es auch vielen anderen Vegetariern. Und jetzt liebe Fleischesser, versucht euch mal vorzustellen, wie es einer Person wohl geht, die etwas Tolles geschafft und so froh darüber ist und ihr genau das in Frage stellt? Falls sich jemand noch immer wundert, warum solche Gespräche des Öfteren sehr erhitz verlaufen.

Zyniker werden jetzt natürlich sagen, dass Fleisch essen auch glücklich macht. Ich bin mir auch sicher, das dem so auch ist. Warum essen Menschen denn seit je her Fleisch? Oma und Opa aßen doch auch Fleisch, warum soll dies und die Kultur die dahinter steckt, denn auf einmal verkehrt sein?

Die Antwort darauf ist ganz einfach und hat mich nur fünf Minuten Recherche gebraucht. Früher (1950) gab es ca. 2,53 Milliarden Menschen auf diesem Planeten, 2015 waren es schon drei Mal so viel – 7,35 Milliarden. Diese Menschen müssen essen. Des Weiteren standen früher die Rinder einfach nur auf der Weide und fraßen Gras, es wurde nur wenig zugefüttert. Heutzutage reicht das nicht mehr aus. Die meisten bekommen Nahrung aus der Tränke. Das führt zu einem Problem. Um ein Kilogramm Rindfleisch „herzustellen“ benötigt man 15.000 Liter Wasser (die Zahl bezieht sich auf das Wasser welches sie trinken, die Herstellung der Futtermittel und die Säuberung des Stalles in den drei Jahren in dem das Rind vor der Schlachtung lebt). Bei Schweinen sind es ca. 5980 Liter pro Kilogramm und bei Hühnern 4325 Liter pro Kilogramm

Allein in Deutschland verbraucht der Mensch pro Jahr 88 kg Fleisch (Zahlen aus dem Jahr 2013 davon 52,8 kg Schweinefleisch, 12,9 kg Rindfleisch und 19,4 kg Geflügel). Das heißt, das ein Mensch in einem Jahr rund 193.500 Liter Wasser verbraucht in dem er Rindfleisch ist. Als Vergleich, die 15.000 Liter für ein Kilogramm Rind, verbraucht ein Mensch beim Duschen in etwa einem Jahr.

Was war das noch einmal für ein Element, das man zum Leben braucht? Wasser?! Auch hier reicht eine kurze Recherche und man weiß, das Wasser endlich ist. Unser Planet zu 97,4 % aus Salzwasser besteht und nur zu 2,6 % Süßwasser, von diesen 2,6 % sind 90 % dauerhaft im Eis der Gletscher verborgen, wir können jedoch nur 0,03 % nutzen (ein weiteres Problem ist das die Pole rasant wegschmelzen in das Salzwasser, was zu tausend neuen Problemen führt).

Klingt ein Veggie-Tag jetzt immer noch total überzogen? Man muss ja nicht gleich komplett Vegetarier werden aber eine bewusstere Essensweise wäre fantastisch. Man könnte statt Rind und Schwein zunächst überwiegend auf Huhn umsteigen. Das Rind oder das Schwein was man dann hin und wieder isst, schmeckt dann noch besser, da es etwas Besonderes ist wenn man eine Weile darauf verzichtet hat. Vor allem aber macht es auch glücklich, nicht sofort, es dauert eine ganz Weile aber auf Dauer ganz gewiss. Es wird nicht nur uns glücklich machen, sondern auch die Generationen nach uns, denen wir mehr Hinterlassen. Weil wir das tun was richtig und wichtig ist und nicht wegschauen und den einfachen Weg gehen.

http://raumluft-trinkwasser.de/wasser/fakten-im-ueberblick/trinkwasser-statistiken/

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Über mich

Hi, ich bin Annie und willkommen auf meinem Blog. Ich schreibe die meiste Zeit über das Reisen. Wenn nicht, dann werden hier all mögliche Dinge geteilt, die ich für wichtig empfinde. Dazu zählen Musik, Kleinigkeiten im Alltag und andere Sachen die mich über den Tag oder in der Nacht beschäftigen.

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Zum neuen Blog

Da sich der Anlass für den Blog ein wenig verändert hat, wurde nun auch sein Gesicht ein wenig verändert. Ich hoffe es ist so ein wenig übersichtlicher.

Aus am-fotografieren wurde am-reisen und nun heißt es hier am-schreiben. Denn wird hier wohl immer so sein. Fotografiert wird jedoch weiterhin und bei kommenden Reisen wird es hier auch wieder um die Geschehnisse von Unterwegs gehen. Wie schon in „Himmel über Berlin“ angekündigt, wird es nun vielleicht nicht immer alle zwei bis vier Tage einen neuen Eintrag geben aber halt hin und wieder. Von daher freue ich mich über jeden der dabei bleibt.